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Märchen und Balladen

— Premiere 2010 beim Schleswig Holstein Musik Festival —

Ein märchenhafter Abend: Cornelius Obonya erzählt aus Grimms Märchen „Frau Holle“ und „Rumpelstilzchen“, Klemens Sander und Christopher Hinterhuber stellen dem eine Auswahl von Balladen gegenüber.

Programm

Robert Schumann: Waldesgespräch op. 39 Nr.

Rumpelstilzchen I

Franz Schubert: Der Zwerg op. 22 Nr.1, D 771

Rumpelstilzchen II

Hugo Wolf: Der Feuerreiter

Carl Loewe: Edward op. 1 Nr. 1

Robert Schumann: Belsatzar op. 57

Frau Holle

Franz Schubert: Erlkönig op.1, D 328

Cornelius Obonya | Lesung
Klemens Sander | Bariton
Christopher Hinterhuber | Klavier

Cornelius Obonya

cornelius_obonyaCornelius Obonya, 1969 in Wien geboren, stammt aus einer Schauspielerdynastie: Seine Eltern sind Elisabeth Orth-Obonya und Hanns Obonya (gest. 1978), seine Großeltern mütterlicherseits waren Paula Wessely und At- tila Hörbiger. Mit 17 Jahren ging er ans Max-Reinhardt-Seminar, um Schauspiel zu studieren, verließ es aber nach einem Jahr und lernte bei dem Kabarettisten Gerhard Bronner. Bronner gehörte zu den wichtigen Begegnungen seiner Laufbahn, ebenso wie Emmy Werner, die ihn 1989 ans Volkstheater Wien engagierte, und Andrea Breth.Für seine erste Rolle am Volkstheater, Eugene in Neil Simons Brighton Beach Memoirs, wurde Cornelius Obonya 1989 mit dem Nachwuchspreis des Karl-Skraup-Preises ausgezeichnet; im folgenden Jahr erhielt er den O. E. Hasse- Preis.

Mit Andrea Breth arbeitete er bereits während seines Engagements an der Berliner Schaubühne am Lehniner Platz (1992–1999) zusammen, am Burgtheater folgten ab 2000 dann u. a. Edward Bonds Die See (Hollarcut), Lessings Emilia Galotti (Pirro), Schillers Don Carlos (Domingo), Tschechows Der Kirschgarten (Trofimow), Tennessee Williams’ Die Katze auf dem heißen Blechdach (Gooper) und Lessings Minna von Barnhelm (Paul Werner).

In Andrea Breths Inszenierung von Schnitzlers „Das weite Land“ gab er 2002 in der Rolle des Paul Kreindl sein Debüt bei den Salzburger Festspielen.

Am Burgtheater spielte Cornelius Obonya auch unter der Regie von Peter Zadek, Sven-Eric Bechtolf, Karin Beier, Carolin Pienkos (mit der er verheiratet ist), Anselm Weber, Stefan Bachmann, Falk Richter u. a. In der Spielzeit 2011/12 stand er als Caligula in Albert Camus’ gleichnamigen Stück (Regie: Jan Lauwers) auf der Bühne. 2008/2009 war er in Mel Brooks Broadway-Musical „The Producers“ im Ronacher in Wien sowie im Admiralspalast in Berlin zu erleben. In der Spielzeit 2009/10 gastierte er als der Lehrer in „Jugend ohne Gott“ von Christopher Hampton nach Ödön von Horváth (Regie: Torsten Fischer) am Theater in der Josefstadt. Große Erfolge feierte er 2010/11 mit seinem Soloabend „Cordoba – Das Rückspiel“ von Florian Scheuba und Rubert Hennig am Rabenhof Theater in Wien. Seit 2013 ist er als neuer Jedermann bei den Salzburger Festspielen zu erleben.

Auf der Kinoleinwand war Cornelius Obonya zuletzt in „Spanien“ von Anja Salomonowitz und in Peter Patzaks „Kottan ermittelt – rien ne va plus“ zu sehen. Er hat auch in zahlreichen TV-Produktionen mitgewirkt, u.a. in den Kriminalserien SOKO Donau und SOKO Kitzbühel.

Christopher_HinterhuberChristopher Hinterhuber

„Eines der besten, faszinierendsten Klavieralben des Jahres“ schrieb das Fono Forum über seine Aufnahme von Sonaten und Rondos von CPE Bach. Das englische Gramophone-Magazin wählte seine Aufnahme mit Werken für Klavier und Orchester von Hummel zum „Editor’s Choice“, ebenso große internationale Beachtung fand auch die 5 CDs umfassenden Aufnahmeserie aller Klavierkonzerte des Beethoven-Zeitgenossen Ferdinand Ries, unter anderem mit dem New Zealand Symphony Orchestra und Royal Liverpool Philharmonic Orchestra.

Sowohl durch seine Aufnahmen, die unter anderem bei Naxos, Wergo, Camerata Tokyo und Paladino erschienen sind, als auch mit seiner weltweiten Konzerttätigkeit hat sich Christopher Hinterhuber international als Pianist mit enormer Bandbreite etabliert.

Seine Lehrer waren Axel Papenberg am Konservatorium Klagenfurt sowie Rudolf Kehrer, Avo Kouyoumdjian und Heinz Medjimorec an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, weitere Studien folgten in der Accademia pianistica “Incontri col Maestro” in Imola, Italien bei Lazar Berman und Leonid Margarius. Wichtige künstlerische Anregungen verdankt er unter anderem Oleg Maisenberg und Vladimir Ashkenazy.

Als Preisträger internationaler Wettbewerbe in Leipzig (Bach), Saarbrücken (Bach), Pretoria (Unisa), Zürich (Geza Anda) und Wien(Beethoven) konzertierte Christopher Hinterhuber regelmäßig bei bedeutenden Festivals wie bei dem Schleswig-Holstein- Festival, dem Klavierfestival Ruhr, dem Kammermusikfest Lockenhaus, der Styriarte in Graz, dem Carinthischen Sommer in Ossiach mit Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy, Yakov Kreizberg, Sylvain Cambreling, Kirill Karabits, Jakub Hrusa, Christian Arming Bruno Weil, Andrés Orozco Estrada, Dennis Russell Davies, Bertrand de Billy, Ari Rasilainen, Adrian Leaper, Howard Griffiths, Hubert Soudant, Alfred Eschwé oder Beat Fur- rer und Orchestern wie den Wiener Symphonikern, dem Radio-Sinfonieorchester Wien, dem Klangforum Wien, dem Wiener und Züricher Kammerorchester, dem MDR-Orchester Leipzig, der Staatskapelle Weimar, dem Royal Liverpool Philharmonic, dem Orchestre Philharmonique Luxemburg u.a.

2002/03 vertrat er Österreich zusammen mit der Geigerin Patricia Kopatschinskaja in der Reihe “Rising Stars” in der Carnegie Hall und den prominentesten europäischen Konzertsälen.

Ein besonderes Projekt war die Aufnahme in Ton (Schubert, Rachmaninow, Schön- berg) und Bild (Christopher Hinterhubers Hände) für den französisch-österreichischen Film “Die Klavierspielerin” nach Elfriede Jelinek in der Regie von Michael Haneke (prämiert mit dem Grossen Preis der Jury in Cannes 2001).

Ein wichtiger Teil seiner Tätigkeit ist die Kammermusik, so ist er Mitglied des Altenberg Trio Wien, das einen eigenen Zyklus im Wiener Musikverein spielt. Rundfunk- und Fernsehaufnahmen für den ORF, DRS2, NHK, SWR u.a. runden seine künstlerische Tä-tigkeit ab und unterstreichen seinen hervorragenden Rang innerhalb der jüngeren ös-terreichischen Pianisten-Generation.
Er ist Professor für Klavier an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien.